Was haben Nicolas Cage und Arnold Schwarzenegger mit deiner finanziellen Freiheit zu tun? Paul Misar

Was haben Nicolas Cage und Arnold Schwarzenegger mit deiner finanziellen Freiheit zu tun

Was haben Nicolas Cage und Arnold Schwarzenegger mit deiner finanziellen Freiheit zu tun?

Fassen wir mal die Gemeinsamkeiten dieser zwei Herren zusammen. Du kennst sie bestimmt: Beide haben es meist als Action-Filmschauspieler so richtig krachen. 

Nicolas Cage setzt dabei immer diesen vorwurfsvoll-gebrochenen Blick auf, den uns auch hochbetagte, todgeweihte Beagles zuwerfen, kurz, bevor wir sie zum Einschläfern in der Tierklinik abgeben. Arnie hingegen hat eigentlich nie irgendeinen wirklich nennenswerten Blick drauf. Aber egal. Wichtig ist für dich: Beide haben die Hollywood-Milllionen nur so gescheffelt. Es sei ihnen gegönnt.

Konzentrieren wir uns zunächst auf meinen Landsmann, der, man glaubt es kaum, auch mal klein angefangen hat. Ganz klein sogar. Den Traum von der großen Filmkarriere hat er zwar entschlossen verfolgt, kaum, dass er seinen muskulösen Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt hat. Aber seine allerersten Schritte im Filmgeschäft waren nicht mehr als bescheidene Kleinkindtapser. Er wollte immer wachsen, aber alle anderen haben ihn am Anfang belächelt, später bekämpft und am Ende versucht, best friends zu werden. Der übliche Weg. Er war aber zum Glück nicht so dumm, sich mit falschen Freunden einzulassen. Aber zurück zu den Kleinkindtapsern, die sein Leben immer anfänglich prägten.

Dasselbe kleine Ausmaß muss man folglich seinen anfänglichen Gagen bescheinigen. Was aber hat Arnie mit dem bisschen Geld gemacht? Es investiert. In Immobilien. In angemessen kleine Immobilien zunächst.

Der springende Punkt, gerade für dich: Arnold Schwarzenegger hat diese Immobilien diszipliniert als Renditeobjekte betracht. Als nimmermüde Geldmaschinen. Als Basis für seine finanzielle Freiheit, die es ihm etwas später erlaubt hat, auch mal Häuser zum eigenen Wohnvergnügen zu kaufen.

Der Rest ist bekannt: Arnie war und ist ein unverwüstlicher Topstar, der zwischenzeitlich obendrein als Gouverneur von Kalifornien Regierungsverantwortung getragen hat. Er ist ganz oben. Vielleicht muss er sich als Fast-Siebzigjähriger um seine Prostata Sorgen machen oder um seinen Haarwuchs. Um sein Einkommen jedoch nie und nimmer: Um an genügend Geld zu kommen, muss er keinerlei »Äääksch’n« mehr auf sich nehmen. Was das angeht, kann er die Beine hochlegen.

Bei Nicolas Cage muss das anders gelaufen sein. Um nicht zu sagen: dumm gelaufen. Zwar hat auch Mister Beagle-Blick dank seiner Filmerfolge die Konten in seinem Bestand nach und nach mit immer üppiger werdenden Schauspielergagen in 2-oder 3-stelliger Millionenhöhe zum Platzen gebracht. Das Wirtschaftsmagazin FORBES verortete ihn Mitte der 2000er-Jahre bei den Topverdienern der Hollywood-Garde. Aber von diesen Pi mal Daumen 150 Millionen US-Dollar ist heute, gut zehn Jahre später, (fast) nichts mehr da. Alles weg! Nicolas Cage verjubelte seine Millionengagen unbekümmert und steckte sie in eine eigene Bahamas-Insel, Lustschlösser und Luxusimmobilien fürs mondäne Privatresidieren. Das alles hat Geld gefressen, aber keinen Cent abgeworfen. Zu allem Unglück kroch er zu seinen Topverdienerzeiten den unvermeidlichen falschen Beratern auf den Leim. Glaubt man dem Internet, hat er überdies einen ordentlichen Batzen Kohle für einen echten fossilen Tyrannosaurus-Rex-Schädel springen lassen, als exklusiven Blickfang, erworben fürs traute Eigenheim. Na, ja, wer’s mag …

Zu schlechter Letzt stufte die amerikanische Steuerbehörde seine Steuererklärungen als unangemessenen Beitrag zur Fantasy-Literatur ein. Gigantische Steuernachforderungen blieben nicht aus. Sie haben Nicolas Cages Vermögen stark schrumpfen lassen. So stark, dass er bis heute so ziemlich alles aus seinem Besitz auf Teufel komm raus versilbern musste, um Uncle Sam davon abzuhalten, ihn mindestens ebenso tödlich zu beißen wie ein waschechter T-Rex.

Inzwischen verlässt er seine verhältnismäßig bescheidene Mietwohnung allmorgendlich, um in einem Fastfood-Restaurant ein nicht minder bescheidenes Rührei zum Frühstück zu bestellen und dazu einen nach Warmhalteplatte schmeckenden, abgestandenen Filterkaffee aus dem Pappbecher zu schlürfen. Und das sogar bei sommerlichen Bullenhitzegraden stets und ständig mit schamhaft hochgezogener Pulloverkapuze, damit bloß niemand den gefallenen Leinwandhelden erkennt (was allerdings nicht durchgehend klappt, sonst wüssten wir ja wohl kaum von seinem traurigen Schicksal). Adieu, du schöne Superreichenwelt, willkommen bei Al Bundy. Autsch!

Sein einziger Trost: Nicolas Cage ist beileibe nicht der Einzige, der im Umgang mit Abermillionengagen nicht ganz bei Trost war. Die US-Sängerin Dionne Warwick etwa landete in Laufe ihres Lebens etliche Nr.-1-Chartshits; die Älteren erinnern sich bestimmt noch an ihren Schmuse-Ohrwurm »Heartbreaker« Anfang der Achtziger. Einen entsprechend üppigen Umfang wiesen ihre Bankkonten auf. Allerdings haben Steuernachforderungen in schwindelerregender Millionenhöhe Mrs. Warwick mittlerweile in die Insolvenz getrieben. Denn auch als Cousine der nicht minder bekannten Whitney Houston briet man ihr bei der Steuerbehörde keine Extrawurst. Tja, »Walk On By!«, möchte man einen der ganz frühen Warwick-Hits zitieren, mit Blick auf die vom Steuerbehördenwinde verwehten Millionen – »Geh einfach weiter!«

Haben wir eben vom üppigen Umfang geredet? Da fällt mir prompt noch Pamela Anderson ein: prall-blonder Doppel-D-Männertraum der 80er und 90 er und Star des TV-Renners »Baywatch die ich bedauerlicherweise  erst 2012 persönlich kennen gelernt habe. Suchen Sie gerade Bedauern in meiner Stimme?- es ist unbegründet weil ich mittlerweile wieder meine Traumfrau gefunden habe. In ihren Glanzzeiten musste Pam sich um ihren Kontostand keine Gedanken und erst recht keine Sorgen machen. Jetzt, da sie in den besten Jahren ist und die guten leider hinter sich hat, sieht die Sache anders aus: Die fetten Millionen auf dem Konto von einst sind nur noch eine schöne Erinnerung. Die einstige Erotik-Ikone, die 2016 mit Ende 40 immerhin noch einmal für die Titelseite der letzten Nackt-Ausgabe des US-Playboy-Magazins blank ziehen durfte, ist ebenso blank, wenn es ums liebe Geld geht. Monatelang hauste sie sogar in einem Wohnwagen, wobei diese pragmatische Antwort auf ihre Wohnungsnot purer Geldnot geschuldet sein dürfte – aller Dementis zum Trotz, die Pam zu diesem Thema über die immer noch attraktiven Lippen kamen. Heute nimmt sie mit dem Mut der Verzweiflung so gut wie alles an – jedes noch so bescheidene Rollenangebot, jeden noch so entwürdigenden Trash-TV-Auftritt. Hauptsache, es kommt was in die Kasse, um die Miesen abzustottern.

Es gäbe noch Dutzende weiterer ähnlich abschreckender Beispiele zu berichten, und im weiteren Verkauf dieses Buches werde ich das auch tun. An dieser Stelle lasse ich es aber erst mal damit bewenden. Genug der Grausamkeiten. Denn die wichtigste Erkenntnis in Sachen finanzieller Freiheit dürfte dir klar geworden sein …

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