Der Prozess des Branding. Du bist einzigartig. Und das von Geburt an. Allerdings kommt nichts und niemand als fertige Topmarke auf die Welt.

Branding bezeichnet den Prozess, Einzigartigkeit ins beste Licht zu rücken, klar erkennbar und zugleich unkopierbar zu machen. Aber egal, ob Produktbranding oder Personal Branding, am besten Hand in Hand – das Ganze braucht Zeit. Und Du brauchst auf alle Fälle einen langen Atem.

Denn:

  1. Am Anfang wird man von Kritikern und Insidern belächelt.
  2. Danach wird man bekämpft – auch eine gewisse Stefanie Germanotta musste diese Phase durchmachen. Falls Dir der Name nichts sagt – ihr heutiger Künstlername lautet “Lady Gaga”.
  3. Danach prasseln Neid und Missgunst auf Dich ein. Auch das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber vielleicht findest Du in dieser unschönen Zeit Trost in der Gewissheit, das Neid die höchste Form der Anerkennung ist, wie schon Poptitan Dieter Bohlen treffend bemerkte, als ihm die Kritik irgendwelcher Besserwisser mal wieder zu viel wurde. Oder dreh den Spiess einfach mal zum! Zieh Kraft aus dem, was der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer erkannt hat: “Erfolg ist nur halb so schön, wenn es niemanden gibt, der uns beneidet.”
  4. Die ganz offizielle, die ganz unverholene Bewunderung – die geniesst Du erst jetzt. Stell Dich schon mal darauf ein, dass die ärgsten Kritiker von einst dreist behaupten werden, sie hätten Deinen Erfolg ohnehin von Anfang an vorausgesehen. Und all diese Speichellecker werden jetzt wieder mit Dir an Deinem Tisch essen wollen. Zum Glück kannst jetzt Du entscheiden, wen Du dort sitzen haben möchtest und wen nicht.

Das ist übrigens wie bei der militärischen Grundausbildung: Da muss einfach jeder durch. Selbst der grösste General hat mal als “Schütze Arsch im letzten Glied” angefangen.

Im übertragenen Sinne musste auch die bereits erwähnte Lady Gaga anfangs lange durch den Schlamm robben. Heute sind es die anderen, die zu ihr aufblicken. Selbst ihre schärfsten Kritiker und eifersüchtigsten Mitbewerber mopsen sich mittlerweile die Ideen von ihr – und nicht umgekehrt. Den Beweis für diese These lieferte 2012 die ehemalige “Queen of Pop”. Richtig, eine gewisse “Madonna”. Die sass zusammen mit ihrer Tochter in einem Lady Gaga Konzert, um sich für ihre eigene Tournee ein paar zündende Ideen zu holen, nachdem sie Monate zuvor noch behauptet hatte, Lady Gaga wäre nichts anderes als eine schlechte Kopie ihrer selbst. Es beruhigt mich übrigens, dass nicht nur in der Branche der Speaker und Trainer ohne Ende abgekupfert und geistiges Eigentum gestohlen wird.

Ziehen wir ein Zwischenfazit:

Positionierung und Branding ist die wirkungsvollste Art, potentielle Kunden, Auftraggeber und Ähnliche auf sich aufmerksam zu machen. Einmal richtig installiert, schlägt ihre Wirkung die aller anderen “Werbeformen” locker aus dem Rennen.

 

 

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